Visionen

Erfolg braucht Raum zur Entfaltung

Bereits im Strategiepapier Kultur vom August 1998 wurde die Notwendigkeit einer Erweiterung des Wilhelm-Fabry-Museums wegen der äußerst beengten Raumverhältnisse herausgestellt. In den 2007 und 2014 beschlossenen Fortschreibungen des Strategiepapiers Kultur wurde unverminderter Handlungsbedarf festgestellt.  

Die im Strategiepapier noch genannte Erweiterung des Museums ist auf Grund der eingetretenen Entwicklung in dieser Form nicht mehr aktuell. Ein Wettbewerb von Architekturstudenten hat gezeigt, dass eine sinnvolle Erweiterung am derzeitigen Standort lediglich durch Um- oder Ausbaumaßnahmen nicht zu realisieren ist.  

Die medizinhistorische Sammlung des Museums wird als Folge des Platzmangels nur gelegentlich oder nur in Ausschnitten gezeigt. Die Notwendigkeit für einen Museumsneubau ist evident. Sie soll mit einer Neustrukturierung, Neuprofilierung und Erweiterung der Angebote und der Dienstleistungen des Museums verbunden werden. In seiner 10. Sitzung am 30.11.2007 beauftragte der Kulturausschuss die Verwaltung einstimmig, ein Rohkonzept zu entwickeln. Erste Konzeptideen wurden in der Sitzung am 15.05.2008 zustimmend zur Kenntnis genommen.  

Als ein wichtiger erster Schritt zur Verbesserung der Gesamtsituation konnte 2010 die Verlegung der Zufahrt zu den Garagen im Hinterhof erreicht werden. Die Garagen werden nicht mehr über den Hof zwischen Museum und Historischer Kornbrennerei, sondern über die neu geschaffene Zufahrt von der Poststraße angefahren.  

Inzwischen wurden durch den Erwerb der seit Jahren leer stehenden ehemaligen Löwen-Apotheke auf der Ecke Benrather Straße / Ellerstraße und den Erwerb weiterer Grundstücke im Rahmen des Umlegungsverfahrens Nr. 42 für den Bereich des Bebauungsplanes 240 „Museum“ (Beschluss vom 03.12.2009) die Möglichkeit geschaffen, an diesem markanten Punkt der Innenstadt (heutige Grundstücke Ellerstraße 1a und Benrather Straße 24) durch einen Neubau des Wilhelm-Fabry-Museums auch städtebaulich ein Ausrufezeichen zu setzen und den Bereich „Nördliche Innenstadt“ erheblich aufzuwerten.  

Wenn auch mit diesen Schritten die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für ein neues Museum verbessert wurden, stehen doch die entscheidenden Schritte noch aus. Die nächsten konsequenten Maßnahmen sind der Abriss der ehemaligen Löwen-Apotheke und ein Architektenwettbewerb.