Jazz-Improvisationen - Hans-Joachim Uthke

Von 21. April 2015 bis 07. Juni 2015
Kategorien: Ausstellung

Eintritt: 3,00 €, ermäßigt 1,50 € 


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Jazzstücke sind geprägt von den Improvisationen der Musiker. Das ist der Ansatz für die Ausstellung „Jazz-Improvisationen" von Hans-Joachim Uthke. Die Musik alter Jazztitel diente als Vorlage, um mit außergewöhnlichen künstlerischen Materialien, Farben und Drucktechniken zu improvisieren. Die Musik war bei diesem Schaffensprozess für Uthke der Rhythmusgeber.

Kaltnadel-Radierungen eignen sich besonders gut für die gewünschte Aussage. Die Einstiegsarbeit „Blueberry Hill" ist ein Prägedruck von einem Zwiebelnetz. Die sich ergebenden, in verschiedene Richtungen verlaufenden Abdrücke symbolisieren die Improvisation des Stückes.
Die Serie „St. Louis Blues" wird durch Zugabe von Spritzern einer Nitroverdünnung, Sand und einer Kordel bei jedem Druck der Radierung neu variiert. Normalerweise benutzt man zum Druck von Radierungen weißes Büttenpapier. Uthke druckt seine Platten in dieser Serie auf alte Buchseiten. Die Patina der alten Seiten wird einbezogen und gibt den Drucken noch einen besonderen Reiz.
In der Serie „Clarinet Wobble" und „Basin´ Street Blues" wurde eine Basisplatte eingefärbt, einmal gedruckt und durch Zugabe einer anderen Druckfarbe für den zweiten Druck verändert. So ergibt sich in der jeweiligen Serie eine fortlaufende Farbvariation. Für die Serie „Basin´ Street Blues" wurde eine alte kleine CD als Druckträger genutzt.
2015-04-19-Uthke-Jazz01Die Arbeit an der Serie „New Orleans Function" beginnt mit dem Zustandsdruck 1. Nach dem Hinzuzeichnen auf der Platte entsteht dann der Zustandsdruck 2. Der Zustand 1 ist damit nicht mehr vorhanden. Um der Musik dieses Titels von Louis Armstrong gerecht zu werden, ist die Serie gegen den Arbeitsverlauf bezeichnet und gerahmt. Hier soll der traurige Beginn des Stückes und die immer fröhlicher werdende Musik improvisiert werden. Nach all der Trauer geht das Leben weiter.
„Blue Note" und „At the Jazzband Ball" sind Serien, bei denen eine Grundplatte hergestellt wurde. Nach dem ersten Druck, wurde die Platte geteilt und in verschiedenen Variationen zusammengedruckt.
Bei der Serie „Ragtime" wurden alte Musterstücke für Küchenplatten als Druckträger verwendet. Diese Original-Platten hängen in der Ausstellung neben den entsprechenden Drucken.
Zur Vervollständigung der Ausstellung wurden Holzschnitte, Alugraphien, eine mit Radierlack getränkte Zeitung u.a. für Überzeichnungen verarbeitet.
Vom Betrachter wird gewünscht, sich in die Arbeitsweise des Künstlers hineinzudenken und seine Improvisationen zu den Jazzstücken nachzuempfinden.

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