Yvonne Kendall & Henning Eichinger • Coming Full Circle

Kategorien: Ausstellung

Ausstellung vom 2. September bis 18. November 2018

Eintritt: 3,00 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

 

Coming Full Circle bedeutet, dass sich ein Kreis schließt, etwas zum Anfang zurückkehrt oder vollständig wird.

Mit dieser Ausstellung schließt sich für die beiden Künstler ein großer Kreis. Henning Eichinger, 1999 Preisträger der Themenausstellung „Hallo mein Herz!“, und seine Lebensgefährtin Yvonne Kendall bestritten 2002 ihre erste Gemeinschaftsausstellung im Wilhelm-Fabry-Museum mit dem Titel „Einschnitte – Incisions“, in welcher sie die Arbeit des großen Hildener Chirurgen zusammen mit ihren Bildern, Zeichnungen und Skulpturen präsentierten. Diese ungewöhnliche Ausstellung, in welcher sich die Werkzeuge und Arbeitsmaterialien Fabrys mit den Werkzeugen, Skizzen und Gussformen der Künstler vermischten, bildete den Ausgangspunkt für eine fast zwanzigjährige künstlerische Auseinandersetzung mit Leben und Werk von Wilhelm Fabry. Daraus entwickelten sich die Ausstellungen „Home Alchemie“ 2006 (Kendall/Eichinger) und „Fabry – Eichinger: Medizin und Ästhetik“ (Eichinger), welche in vielen Facetten eine neue und ungewöhnliche Sichtweise auf Leben und Werk Fabrys ermöglichten und gleichzeitig die Sichtweise der beiden Künstler auf die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in der Medizin zeigten.

Mit Coming Full Circle schließt sich der Kreis. Auf Einladung des Museumsleiters Wolfgang Antweiler werden die beiden Künstler noch einmal den direkten Bezug zu Wilhelm Fabry künstlerisch aufnehmen. Inspiriert durch die Sammlung des Museums, Fabrys medizinische Schriften, aber auch durch Schriften wie „Schatzkämmerlein der Gesundheit“, werden Yvonne Kendall und Henning Eichinger Bilder, Objekte und Skulpturen zusammenstellen und so eine künstlerische Gesamtschau entwickeln, welche das Werk Fabrys mit ihren künstlerischen Reflektionen verbindet, es auf seine historische Relevanz und auf Verbindungen zu unserer Gesellschaft überprüft.

In ihrer künstlerischen Arbeit verweisen die beiden Künstler auf den dramatischen gesellschaftlichen Wandel durch die digitalen Technologien. Dabei geht es ihnen nicht um die Technologien an sich, sondern um die Veränderung unseres Lebens durch sie; um Fragen, wie wir diese unterschiedlichen Welten synchronisieren, wohin der Optimierungsgedanke, zum Beispiel in der Medizin, führt und welchen Einfluss die Digitalisierung auf unser Leben, unsere Arbeit und unsere Gesellschaft haben wird.

Kendall und Eichinger zeigen einerseits die technologische Entwicklung mit ihren Auswirkungen, wie der permanenten Erreichbarkeit und medialer Überforderung in Bildern, und schaffen andererseits skulpturale Situationen, welche als Kontrapunkte erzählerisch und poetisch zur immer komplexer und schneller werdenden Gegenwart stehen.

Yvonne Kendall und Henning Eichinger lernten sich 1997 über ein internationales Kunstprojekt von Künstlern aus Berlin und Melbourne kennen. Seit dem Jahr 2000 haben sie ein gemeinsames Atelier in Reutlingen. Beide arbeiten zu Themen aus den Grenzbereichen von Kunst, Wissenschaft und Alltag.

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